Über Anne Frank

Millionen von Menschen in aller Welt kennen das Tagebuch der Anne Frank. Anne Frank wurde 1929 als Kind jüdischer Eltern in Frankfurt am Main geboren. Ihre Familie flüchtete 1933 vor den Nationalsozialisten nach Amsterdam. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in die Niederlande versteckten sich Anne Frank und ihre Familie von 1942 bis 1944 in einem Amsterdamer Hinterhaus. Dort schrieb Anne Frank ihr weltberühmtes Tagebuch.
Nach dem Verrat ihres Verstecks wurden Anne Frank und ihre Familie deportiert. Anne Frank starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen im Alter von 15 Jahren. Anne Frank ist durch die Veröffentlichung ihres Tagebuchs zum Symbol für Millionen von Jüdinnen und Juden geworden, die der rassistischen Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten zum Opfer fielen.

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Anne Franks Leben

12. Juni 1929

Anne Frank wird in Frankfurt am Main geboren. Die Frankfurter Wurzeln der Familie Frank lassen sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen.

1933/1934

Infolge des Aufstiegs der Nationalsozialisten emigriert die Familie Frank nach Amsterdam.

1935

Anne kommt in die Schule. Sie besucht die Montessori schule in Amsterdam.

Mai 1940

Infolge der deutschen Invasion in die Niederlande werden die Freiheiten der Juden zunehmend eingeschränkt. 

September 1941

Anne und ihre Schwester Margot dürfen nicht mehr mit nicht-jüdischen Kindern zusammen in die Schule gehen. Sie müssen auf das Jüdische Gymnasium wechseln.

12. Juni 1942

Anne bekommt zu ihrem dreizehnten Geburtstag ein Tagebuch geschenkt. Sie führt es auf Niederländisch und nennt es fortan »Kitty«. 

6. Juli 1942

Um der drohenden Gefahr einer Verhaftung oder Deportation zu entgehen, taucht die Familie Frank unter und versteckt sich im Hinterhaus an der Prinsengracht 263.

13. Juli 1942

Die Familie van Pels folgt der Familie Frank ins Versteck.

16. November 1942

Fritz Pfeffer findet ebenfalls Unterschlupf im Hinterhaus. Anne teilt sich von nun an ein Zimmer mit ihm. 

28. März 1944

Die niederländische Exilregierung ruft im Radio dazu auf, Tagebücher und andere Zeugnisse für die Kriegsdokumentation aufzuheben. Daraufhin beschließt Anne, ihr Tagebuch zu überarbeiten und es nach dem Krieg zu veröffentlichen.

4. August 1944

Die Familie Frank und die anderen Untergetauchten werden verhaftet
und später deportiert.

Oktober 1944

Über verschiedene Stationen gelangen Margot und Anne ins Konzentrationslager Bergen-Belsen.

Februar/März 1945

Anne und Margot sterben in Bergen-Belsen.

3. Juni 1945

Otto Frank ist nach Amsterdam zurückgekehrt. Von den acht Untergetauchten aus dem Hinterhaus hat nur er die Gefangenschaft überlebt.

25. Juni 1947

Otto Frank, Annes Vater, lässt das Tagebuch in niederländischer Sprache veröffentlichen. Später, 1960, wird in Amsterdam das Anne Frank Museum eröffnet und 1963 gründet Otto Frank den Anne Frank Fonds in Basel.