Zivilgesellschaft stärken

Rückblick: »Einwanderungsstadt als Zukunftsstadt«

Einwanderung ist ein prägendes Merkmal deutscher Städte. Der Anteil von Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte wird in den nächsten Jahren weiter steigen.
Gleichzeitig äußert ein Teil der Bevölkerung Vorbehalte und auch Ängste in Bezug auf Einwanderung. Darum sind Konzepte vonnöten, die auch die Mehrheitsgesellschaft als Akteure in gesellschaftliche Integrationsprozesse anspricht und einbindet.

Mit dem Projekt »Einwanderungsstadt als Zukunftsstadt« und der Umsetzung zweier Veranstaltungen trug das Anne Frank Zentrum dazu bei, den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu fördern und Konzepte zur Gestaltung einer Einwanderungsgesellschaft zu diskutieren und zu entwickeln.

Fachtagung »Wie intergriert sich die Mehrheitsgesellschaft«

Tagung »Wie integriert sich die Mehrheitsgesellschaft?« am 5. und 6. Oktober 2015 in Berlin

Gemeinsam mit der Akademie des Jüdischen Museums Berlin und dem Forum Berlin der Friedrich-Ebert-Stiftung veranstaltete das Anne Frank Zentrum die Fachtagung »Wie integriert sich die Mehrheitsgesellschaft? Neue Perspektiven für ein Zusammenleben in Vielfalt«. Auf praxisorientierte und partizipative Weise wurden aktuelle Konzepte sowie lokale und kommunale Beispiele vorgestellt und anhand folgender Fragen diskutiert: Wie können mehr Menschen zum Engagement für eine inklusive Gesellschaft motiviert werden? Welcher Anstrengungen bedarf es, um Vorurteile und Rassismus abzubauen und Akzeptanz für Vielfalt zu fördern? Welche gesellschaftlichen Koalitionen sind hierfür notwendig?

Die Fachtagung bestand aus einer öffentlichen Abendveranstaltung am 5. Oktober 2015 mit einem Eröffnungsvortrag und anschließender Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Kultur, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Der zweite Tag wandte sich mit Workshops den Praxisbeispielen zu und bot ein Forum für Austausch und Vernetzung zwischen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus der politischen Bildungsarbeit, Verwaltung, Politik und zivilgesellschaftlichen Initiativen.

Fachgespräch »Strategien für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zur Kommunikation über neue Flüchtlingsunterkünfte« am 20.11.2015 in Leipzig

»Wie binde ich die Bevölkerung ein, wenn ich selbst erst kurzfristig über die Anzahl der neu ankommenden Geflüchteten informiert werde?«. Mit dieser und weiteren Fragen haben sich fünf Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie eine erste Beigeordnete aus Sachsen und Sachsen-Anhalt gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft beschäftigt. Das Anne Frank Zentrum organisierte das Fachgespräch in Kooperation mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und dem »Institut B3 – Beratung, Begleitung, Bildung«. Die gemeinsam erarbeiteten Empfehlungen wurden nun in einer praxisorientierten Handreichung veröffentlicht.

Es berät Sie gern

Bianca Ely
Projektleiterin
Tel.: 030/2888656-29
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