Jugendliche qualifizieren

Anne Frank Botschafter*innen. erinnern und engagieren

In jedem Ort, den wir mit unseren Anne Frank-Wanderausstellungen besuchen, bilden wir bis zu 30 junge Menschen zu Ausstellungsbegleiterinnen und -begleitern aus. Dieser Peer Education-Ansatz sensibilisiert sie für Themen wie Zivilcourage und Diskriminierung, stärkt das Selbstbewusstsein und die Bereitschaft zu weiterem Engagement. Über 90 Prozent der Jugendlichen wollen sich nach dem Ausstellungsprojekt weiter für die Gesellschaft engagieren. Genau das ermöglicht ihnen unser Anne Frank-Botschafter*innenprojekt.

Wie wird man zur Botschafter*in?

Der erste Schritt zur Anne Frank Botschafter*in ist die Teilnahme an einem viertägigen Seminar in Berlin. Dort kommen die ehemaligen Peer Guides aus ganz Deutschland zusammen, tauschen sich über ihre Erfahrungen mit der Ausstellung aus und entwickeln eigene Projektideen. Sie erfahren, wie man Projekte organisiert, in der Öffentlichkeit dafür wirbt und die Finanzen verwaltet. Mit Expertinnen und Experten diskutieren sie die Projektkonzepte. Im Vordergrund steht dabei immer, gemeinsam Ideen für ein demokratisches Zusammenleben zu entwickeln und die einzelnen Peer Guides untereinander zu vernetzen. Während der Projekte beraten und betreuen wir die Jugendlichen bei allen Fragen der Umsetzung der einzelnen Projekte. Sie machen die Welt demokratischer, vielfältiger und bunter.

Flyer zu den Anne Frank Botschafter*innen

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Botschafter*innenprojekte

Veranstaltung

Ehrung der Anne Frank Botschafter*innen am 12. Juni 2017

Eindrücke...

Das Anne Frank Zentrum ehrte am 12. Juni 2017 um 15 Uhr in der Botschaft des Königreichs der Niederlande (Kosterstr. 50, Berlin) rund 30 Jugendliche zu Anne Frank Botschafter*innen. Sie hatten sich mit eigenen Projekten für Demokratie und gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus engagiert.

Programm

  • Grußwort Dr. Henk Voskamp, Geschäftsträger a.i., Botschaft des Königreichs der Niederlande
  • Grußwort Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz
  • »Anne Frank Boschafter*innen. erinnern und engagieren« vorgestellt von Patrick Siegele, Direktor Anne Frank Zentrum
  • Musik Chefket, Sänger und Rapper
  • 5 Jahre Anne Frank Botschafter*innenNatalie Hammerschmidt, Sadaf Balutsch und Martin Bühren erzählen
  • Lesung aus Anne Franks Tagebuch Svenja Jung, Schauspielerin
  • Ehrung und Präsentation der Projekte der Botschafter*innen
  • Im Anschluss Empfang mit Kaffee und Kuchen

Moderation: Eric Mayer, Journalist und Moderator bei ZDF und Kika

Aktuelles Botschafter*innenprojekt

Oldenburg

Seva Harrington und Greta Gesang haben an der Integrierten Gesamtschule Kreyenbrück erfolgreich eine Sexualität und Gender Allianz (SUGA) gegründet. Diese bietet einmal pro Woche eine Sprechstunde an. Ziel ist es, nach dem Ansatz der Peer Education Schüler*innen in ihren vielfältigen Genderidentitäten zu unterstützen. Der sichere Raum ermöglicht einen Austausch über Themen wie Coming Out, Gender-Pronomen, Umgang mit Diskriminierung und Gesundheit.

Des Weiteren sind Seva und Greta im Gespräch mit der australischen NGO »Minus 18« , um deren App für gender-neutrale Pronomen ins Deutsche zu übersetzen. Die Gruppe sucht Programmierer*innen, die ihnen ehrenamtlich dabei helfen können. Sie haben einen Tipp? Bitte kontaktieren Sie Flora Suen!

Kontakt

»Geht nicht gibt's nicht«
Download Leitfaden für Jugendliche

»Geht nicht, gibt's nicht« Eigene Projekte auf die Beine stellen. Von der Idee über die Finanzierung bis zur Umsetzung. Ein Leitfaden mit Anleitungen und Tipps, wie aus einem guten Einfall Schritt für Schritt ein echter Erfolg wird.

Eine Printversion des Leitfadens können Sie in unserem Onlineshop bestellen.

»Geht nicht, gibt's nicht« zum Download
Es berät Sie gern

Kathrin Ziemens
Bereichsleitung
Tel.: 030/2888656-27
ziemens[at]annefrank.de

 

 

Die Skala-Initiative
Die SKala-Initiative fördert bis zum Jahr 2020 bundesweit etwa 100 gemeinnützige Organisationen. Das Fördervolumen beträgt bis zu 100 Millionen Euro. Unterstützt werden ausschließlich Organisationen, die nachweislich eine große soziale Wirkung erzielen. SKala ist eine Initiative der Unternehmerin Susanne Klatten in Partnerschaft mit dem gemeinnützigen Analyse- und Beratungshaus PHINEO.
Gefördert werden Organisationen, die mit unterschiedlichen Ansätzen auf ein gemeinsames Ziel hinsteuern: eine Gesellschaft, in der sich Menschen füreinander einsetzen. Im Fokus stehen dabei die Bereiche Inklusion & Teilhabe, Kompetenz- & Engagementförderung sowie Katastrophenhilfe und "Brücke zwischen den Generationen" (die auf Herausforderungen des demografischen Wandels sowie der alternden Gesellschaft abzielt). Mehr.

  • Bundeszentrale für politische Bildung