Jugendliche qualifizieren

Anne Frank Botschafter*innen. erinnern und engagieren

In jedem Ort, den wir mit unseren Anne Frank-Wanderausstellungen besuchen, bilden wir bis zu 30 junge Menschen zu Ausstellungsbegleiterinnen und -begleitern aus. Dieser Peer Education-Ansatz sensibilisiert sie für Themen wie Zivilcourage und Diskriminierung, stärkt das Selbstbewusstsein und die Bereitschaft zu weiterem Engagement. Über 90 Prozent der Jugendlichen wollen sich nach dem Ausstellungsprojekt weiter für die Gesellschaft engagieren. Genau das ermöglicht ihnen unser Anne Frank-Botschafter*innenprojekt.

Wie wird man zur Botschafter*in?

Der erste Schritt zur Anne Frank Botschafter*in ist die Teilnahme an einem viertägigen Seminar in Berlin. Dort kommen die ehemaligen Peer Guides aus ganz Deutschland zusammen, tauschen sich über ihre Erfahrungen mit der Ausstellung aus und entwickeln eigene Projektideen. Sie erfahren, wie man Projekte organisiert, in der Öffentlichkeit dafür wirbt und die Finanzen verwaltet. Mit Expertinnen und Experten diskutieren sie die Projektkonzepte. Im Vordergrund steht dabei immer, gemeinsam Ideen für ein demokratisches Zusammenleben zu entwickeln und die einzelnen Peer Guides untereinander zu vernetzen. Während der Projekte beraten und betreuen wir die Jugendlichen bei allen Fragen der Umsetzung der einzelnen Projekte. Sie machen die Welt demokratischer, vielfältiger und bunter.

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Botschafter*innenprojekte

Aktuelles Botschafter*innenprojekt

Stendal

Jugendliche Anne Frank Botschafter*innen sitzen an einem Tisch und basteln
Boschafter*innenprojekt in Stendal

Zum Thema »Rechtsextremismus im Alltag« bot eine Gruppe unserer jüngsten Botschafter*innen einen Workshop für Jugendliche im Schullandheim Klietz (Landkreis Stendal) an. 22 Teilnehmer*innen nahmen an dem interaktiven Workshop mit anschließendem Quiz teil. Der Workshop wurde mit einer künstlerischen Auseinandersetzung zum Thema Rechtsextremismus verbunden. Dazu lud die Gruppe einen Tape Art-Künstler ein, der den Teilnehmenden half, mit Klebestreifen und bunten Materialien ein kreatives Zeichen gegen Rechts zu setzen. Das Feedback der Teilnehmenden war positiv und es fanden interessante Diskussionen statt.

Veranstaltung

Ehrung der Anne Frank Botschafter*innen am 11. Juni

Ehrung der Anne Frank Botschafter*innen am 11. Juni 2016

© Mandy Klötzer

Ehrung der Anne Frank Botschafter*innen am 11. Juni 2016

Das Anne Frank Zentrum ehrte am 11. Juni 2016 um 11 Uhr im Berliner Abgeordnetenhaus über 50 Jugendliche zu Anne Frank Botschafter*innen. Sie haben sich mit eigenen Projekten für Demokratie und gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus engagiert. Als Ehrengäste begrüßten wir Anne Franks Schulfreundin Jacqueline van Maarsen und ihren Mann Ruud Sanders. Es lasen die Schauspielerinnen Barbara Sotelsek und Lea van Acken. Ralf Wieland, Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses und Schirmherr der Veranstaltung, begrüßte die Gäste.

Programm

  • Begrüßung: Ralf Wieland, Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses und Schirmherr der Veranstaltung
  • Lesung aus Anne Franks Tagebuch und »Ich bin Malala« mit den Schauspielerinnen Barbara Sotelsek und Lea van Acken
  • Gespräch mit Jacqueline van Maarsen, Anne Franks Schulfreundin aus Amsterdam
  • Präsentation der Projekte der Anne Frank Botschafter*innen 2016
  • Ehrung der Anne Frank Botschafter*innen
  • Gespräche bei Getränken und Snacks


Moderation: Patrick Siegele, Direktor des Anne Frank Zentrums und Hannah Siecksmeier, Anne Frank Botschafterin und Freiwillige im FSJ Kultur

Musik: Violinistin Marisa Klemp und Violinist Martin Derno von der jungen Kammerphilharmonie Berlin

Deutsch-niederländischer Jugendaustausch im Mai 2016

Deutsch-niederländischer Jugendaustausch im Mai 2016

© Anne Frank Zentrum

Deutsch-niederländischer Jugendaustausch im Mai 2016

Vom 18. bis 22. Juni reisten zehn Anne Frank Botschafter*innen gemeinsam mit den fünf Freiwilligen des Anne Frank Zentrums zu einem deutsch-niederländischen Jugendaustausch nach Amsterdam und Den Haag. Die fünftägige Reise war geprägt von vielen neuen Erkenntnissen über die Besatzungszeit in den Niederlanden und von Diskussionen über Täterschaft, Handlungsspielräume damals und heute sowie über die Erinnerungskultur in Deutschland und den Niederlanden.

Die thematischen Schwerpunkte der Begegnung:

  • Die Besatzungszeit und der Holocaust in den Niederlanden
  • Projekte zu Erinnerung und Engagement der Anne Frank Botschafter*innen in Deutschland und den Niederlanden
  • der Umgang mit Menschenrechten nach 1945 auf juristischer Ebene

Die Reise war auch eine schöne Gelegenheit für die Botschafter*innen, sich besser kennenzulernen und gemeinsam mit den niederländischen Jugendlichen Erfahrungen austauschen, sich gegenseitig zu beraten und internationale Projekten voran zu bringen..

Zum Programm der Reise gehörten:

  • Besuch des Anne Frank Hauses
  • Stadtrundgang zum Thema »Widerstand und Verfolgung in Amsterdam. Erinnerungen über den Zweiten Weltkrieg«
  • Besuch des Peace Palace und Internationalen Gerichtshof in Den Haag
  • Besuch der Deutschen Botschaft in Den Haag und Kennenlernen des Botschafters Franz Josef Kremp
  • Besuch von »Diversion«, einer Organisation, die seit zwölf Jahren Peer Education zu den Themen Zweiter Weltkrieg, Nahostkonflikt, Finanzmanagement für Jugendlichen, Sexuelle Vielfalt und weiteres anbietet
  • Besuch des Erinnerungsorts »Hollandsche Schouwburg«
  • World Café zu Projekten des niederländischen Youth Teams/der  Anne Frank Ambassadors
»Geht nicht gibt's nicht«
Download Leitfaden für Jugendliche

»Geht nicht, gibt's nicht« Eigene Projekte auf die Beine stellen. Von der Idee über die Finanzierung bis zur Umsetzung. Ein Leitfaden mit Anleitungen und Tipps, wie aus einem guten Einfall Schritt für Schritt ein echter Erfolg wird.

Eine Printversion des Leitfadens können Sie in unserem Onlineshop bestellen.

»Geht nicht, gibt's nicht« zum Download
Es berät Sie gern

Flora Suen
Referentin
Tel.: 030/2888656-24
suen[at]annefrank.de

 

 

Die Skala-Initiative
Die SKala-Initiative fördert bis zum Jahr 2020 bundesweit etwa 100 gemeinnützige Organisationen. Das Fördervolumen beträgt bis zu 100 Millionen Euro. Unterstützt werden ausschließlich Organisationen, die nachweislich eine große soziale Wirkung erzielen. SKala ist eine Initiative der Unternehmerin Susanne Klatten in Partnerschaft mit dem gemeinnützigen Analyse- und Beratungshaus PHINEO.
Gefördert werden Organisationen, die mit unterschiedlichen Ansätzen auf ein gemeinsames Ziel hinsteuern: eine Gesellschaft, in der sich Menschen füreinander einsetzen. Im Fokus stehen dabei die Bereiche Inklusion & Teilhabe, Kompetenz- & Engagementförderung sowie Katastrophenhilfe und "Brücke zwischen den Generationen" (die auf Herausforderungen des demografischen Wandels sowie der alternden Gesellschaft abzielt). Mehr.

  • Bundeszentrale für politische Bildung