20. November 2018 · Berlin · News

»Alles über Anne« ist eröffnet

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Mit einem feierlichen Auftakt mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, Eva Schloss und Dr. Felix Klein sowie einer fulminanten Langen Nacht der Eröffnung wurde »Alles über Anne« eröffnet.

Seit dem 20. November 2018 zeigen wir unsere neue ständige Ausstellung. »Alles über Anne« wurde am 19. November 2018 nach einer vollständigen Überarbeitung feierlich eröffnet. Die Ausstellung zeigt sich modern, jugendlich und weitestgehend inklusiv.

»Wir sind berlinweit die einzige Ausstellung zur Geschichte des Nationalsozialismus, die sich gezielt an Kinder, Jugendliche und Familien richtet«, sagt Patrick Siegele, der Direktor des Anne Frank Zentrums. Die Ausstellung ist ein Lernort, an dem die Besucher*innen über das Leben Anne Franks und ihr Tagebuch einen persönlichen Zugang zur Geschichte des Holocaust erhalten. An interaktiven Stationen werden sie zum Mitmachen eingeladen, um selbst Antworten darauf zu finden, was die Geschichte Anne Franks heute mit ihnen zu tun hat und für sie bedeutet.

Die Ausstellung setzt sich mit dem Thema Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart auseinander. So werden beispielsweise antisemitische Fälschungsvorwürfe, mit denen Otto Frank, Annes Vater, in Bezug auf das Tagebuch konfrontiert wurde, in Verbindung gebracht zu aktuellen Beispielen für antisemitische Vorfälle. Diese werden in der Ausstellung ebenso gezeigt wie Stimmen von Betroffenen. Die dokumentierten Fälle sind dem Register der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS) entnommen, mit der das Anne Frank Zentrum eng kooperiert.

Ein wichtiger Grund für die Neu-Konzeption der Ausstellung war ein barrierefreier Zugang. Die neue ständige Ausstellung ist weitestgehend inklusiv und verfügt über Monitore mit Übersetzungen in Gebärdensprache und ein Blindenleitsystem. Ein umfassendes Glossar und Ausstellungstexte in klarer Sprache erleichtern unter anderem Menschen mit Lernschwierigkeiten das Verstehen. Zu ertasten sind ein Modell des Hinterhauses, ein Porträt von Anne Frank sowie eine Kopie des Tagebuchs. »So leistet die Ausstellung einen Beitrag zur Umsetzung des Rechts auf gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft«, sagt die Leiterin der Ausstellung Veronika Nahm.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Öffnungszeiten:     
Di – So: 10-18 Uhr

Eintritt:        
Erwachsene: 6 Euro
Ermäßigt: 3,50 Euro
Familien: 14 Euro
Kinder bis zum 10. Lebensjahr: Eintritt frei.