»Anne Frank - eine Geschichte für heute. Demokratiekompetenz vor Ort«
Im Dezember 2008 startete das Programm »XENOS - Integration und Vielfalt«, dessen Ziel es ist, die Zivilgesellschaft in den östlichen Bundesländern nachhaltig zu stärken. Das Anne Frank Zentrum beteiligt sich mit einem umfangreichen Projekt in Thüringen, in dessen Fokus unterschiedliche Aktivitäten zu den Themen Antisemitismus, interkulturelles (Geschichts-)Lernen, interkulturelles Lernen im Vorschul- und Grundschulalter, Rechtsextremismus und Gegenstrategien stehen.
Jugendlichen und Erwachsenen werden vielfältige und arbeitsmarktnahe Möglichkeiten zu einem demokratischen Lernen ermöglicht, indem das Anne Frank Zentrum an 15 Orten das Projekt »Anne Frank - eine Geschichte für heute. Demokratiekompetenz vor Ort« durchführt.
Die Ausstellung »Anne Frank - eine Geschichte für heute« ist als Zentrum eines größeren Projektes auf lokaler oder regionaler Ebene gedacht und wird zum Ausgangspunkt für demokratische Aktivitäten in der Stadt. Ein Trägerkreis, in dem sich interessierte Einrichtungen, Schulen und Vereine zusammenfinden, bereitet das Projekt vor. Unterschiedlichste Veranstaltungen können die Ausstellung bereichern: Spurensuche von Schülerinnen und Schülern zur Lokalgeschichte, Zeitzeugengespräche, Vorträge, Studienfahrten, Filmvorführungen, Lesungen, Theater- und Musikvorstellungen, Schreibwettbewerbe usw. Wir begleiten die Organisatoren dabei und unterstützen beim Projektmanagement.
Um Schulen, Jugendzentren, Kirchengemeinden, Vereine und Ausbildungseinrichtungen als demokratische Zentren vor Ort zu unterstützen, werden maßgeschneiderte Fortbildungen zu Demokratiepädagogik, interkulturellem Lernen und Interventionsmöglichkeiten gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus angeboten - entsprechend der konkreten Nachfrage vor Ort.
Besonders Jugendliche haben die Möglichkeit, sich zu engagieren. Im Rahmen des Konzepts der »Peer Education« werden Jugendliche zu Ausstellungsbegleiterinnen und -begleitern ausgebildet. Nach der Ausstellung arbeiten wir mit den Jugendlichen weiter, schulen sie u.a. in interkultureller Kompetenz und in der Arbeit gegen Rechtsextremismus. Die erworbenen Fähigkeiten stärken die Position der Jugendlichen für ihr weiteres Engagement vor Ort, die Arbeit in der Schule und für den Arbeitsmarkt.
Weitere Informationen können Sie sich hier herunterladen.
Folgende Orte haben bisher am Xenos-Projekt teilgenommen: Schmalkalden/Meiningen, Weimar, Gardelegen, Greiz, Sondershausen, Saalfeld, Mühlhausen.
Mit folgenden Orten gibt es für die restliche Projektlaufzeit bis Herbst 2011 Kooperationsvereinbarungen oder Gespräche über eine Zusammenarbeit: Apolda (11.8.-10.9.2010), Rudolstadt (16.9.-8.10.2010), Zeulenroda (25.10.-20.11.2010), Altenburg, Jena und Gera.
Weitere Informationen zu unseren Ausstellungsorten finden Sie hier.
Auf einem Sommercamp im Juni 2010 setzten sich Ausstellungsbegleiterinnen und -begleiter aus Schmalkalden/Meiningen, Sondershausen, Gardelegen und Saalfeld intensiv mit Rassismus, Diskriminierung und eigenen Handlungsmöglichkeiten auseinander. Ihre Erfahrungen publizierten sie in einem Blog.
Sie sind bereits ein Ausstellungspartner? Hier finden Sie Hilfestellungen zur Öffentlichkeitsarbeit.
Gefördert durch:
Das Ausstellungsprojekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds im Rahmen des Programms »XENOS - Integration und Vielfalt«. Die Kofinanzierung kommt von der Landesstelle Gewaltprävention im Sozialministerium des Freistaates Thüringen und der Evangelischen Hilfsstelle für ehemals Rasseverfolgte.
Die Seminare der Ausstellungsbegleiterinnen und –begleiter werden gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung.




