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Rudolstadt
Vom 15. Februar bis 11. März wurde die Ausstellung »Anne Frank – eine Geschichte für heute« im Rudolstädter Rathaus gezeigt. Besonderer Gast zur Ausstellungseröffnung war Heike Taubert, Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, die das Rudolstädter Projekt würdigte. Während der gesamten Präsentation waren Termine für Ausstellungsbegleitungen durch Jugendliche sehr begehrt und so wurden bis kurz vor Abbau Schulklassen empfangen.
Die Arbeit der Ausstellungsbegleiterinnen und -begleiter
Nachdem die ersten Ausstellungsbegleitungen stattgefunden hatten, wurde eine Zwischenberatung für die ehrenamtlichen Ausstellungs-Guides angeboten: Zwei Mitarbeiterinnen des Anne Frank Zentrums trafen sich in Rudolstadt mit den Guides, um einen Austausch untereinander zu ermöglichen und Tipps für die weitere Arbeit zu geben. Auch wenn nicht alle Jugendlichen teilnehmen konnten, erhielten wir einen recht umfassenden Überblick über die bisherigen Begegnungen mit den Schulklassen: Trotz kleinerer Schwierigkeiten äußerten sich die Guides fast ausschließlich positiv. Sie berichteten, dass sie sich gut durch das zweitägige Bildungsseminar des Anne Frank Zentrums auf ihre Rolle vorbereitet fühlten. Außerdem bewährten sich die vorgestellten Methoden täglich in der praktischen Ausstellungsarbeit. Besonders gern arbeiteten viele mit der Methode »Ein ganz normaler Tag«, die die sukzessive Ausgrenzung jüdischer Deutscher in der Zeit des Nationalsozialismus verdeutlicht. Die Methode erlaubte es den Schülerinnen und Schülern auch, sich intensiv über das Thema »Diskriminierung« auszutauschen und einen Transfer zu ihrer heutigen Lebenswelt zu ermöglichen. Zum Abschluss des Projekts trafen sich die Jugendlichen mit uns für ein Feedbackseminar.
Weiterbildungen für pädagogische Fachkräfte
Bereits im Vorfeld des Ausstellungsprojektes haben im Spätsommer 2010 zwei pädagogische Weiterbildungen in Zusammenarbeit mit den Partnern aus Rudolstadt stattgefunden. Bei der Fortbildung »Anne Frank im Unterricht« beschäftigten sich rund 30 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit neuen Ansätzen und Methoden zur Vermittlung der Lebensgeschichte von Anne Frank und der Zeit des Nationalsozialismus. Bei einer Exkursion nach Berlin in Kooperation mit dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM), haben Lehrerinnen und Lehrer vorwiegend aus dem Fachbereichen Ethik und Religion, einen Einblick in das interkulturelle Lernen bekommen und dazu verschiedene Orte in Berlin besucht.
Das Rahmenprogramm
Im Rahmen der Ausstellungspräsentation fanden zahlreiche Aktivitäten statt. U.a. gab es einen Vortrag zum »Außenlager S III« und eine Aufführung des Stücks »Das Mädchen vom Zimmer 28« des theater tumult sowie eine szenische Lesung aus dem Tagebuch von Anne Frank.
Weitere Informationen zum Rahmenprogramm können Sie hier herunterladen.
Wir danken ...
In Rudolstadt hatte sich ein großer Trägerkreis zusammen gefunden. Die engagierte Arbeit aller – allen voran Frau Rottschalk von der Kulturverwaltung und Herr Swirszcuk als Ideengeber und »Bindeglied« zu den Schulen und Ausstellungs-Guides – ermöglichte ein sorgfältig ausgewähltes, thematisch breites Veranstaltungsprogramm. Wir bedanken uns bei allen Akteurinnen und Akteuren für dieses beeindruckende Projekt.
Die Präsentation der Ausstellung fand im Rahmen des Projektes »Anne Frank – eine Geschichte für heute. Demokratiekompetenz vor Ort.« statt. Finanziert wurde das Projekt u.a. vom Bundesprogramm »Xenos. Integration und Vielfalt«. Die Kreissparkasse Saalfeld- Rudolstadt unterstützte die Präsentation in Rudolstadt.
