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Anne Frank-Ausstellungsprojekt in Jena

Vom 3. Januar bis 10. Februar gastierte unsere Anne Frank-Wanderausstellung in der IGS »Grete Unrein« in Jena. Rund 55 Schulgruppen und 800 Einzelbesucherinnen und -besucher haben die Ausstellung gesehen. In Jena testeten wir eine neue Möglichkeit der Vernetzung in Kooperation mit der Spendenplattform www.betterplace.org: Mit Hilfe eines SMS-Feedback-Systems  konnten die Jugendlichen nach ihrer Gruppenbegleitung ein Feedback an uns und die anderen Guides versenden. So konnte die Kommunikation untereinander wesentlich unmittelbarer und direkter stattfinden.

Die Jenaer Ausstellung fand großen Anklang in der Öffentlichkeit. Dies liegt auch an der erstklassigen Organisation des Trägervereins KoKont Jena (Koordinierungsstelle und Kontaktbüro des Runden Tisches für Demokratie). KoKont ließ die Ausstellung mit einem breit gefächerten Rahmenprogramm zu einem Highlight werden: mit Workshops zur Geschichte des Antisemitismus über historische Stadtrundgänge bis hin zu Filmvorführungen über Neonazis im Fußball.

Hervorzuheben ist zudem das Filmprojekt der Jugendbegegnungsstätte Hütten. Der Dokumentarfilm »Im Alter von Anne Frank« ist das Ergebnis der Arbeit von elf Kindern im Alter von 10 bis 13 Jahren, die in einem Seniorenheim eine Woche lang Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen führten. Der Film wurde am 10. Februar im Zuge der Ausstellungsfinissage erstmals öffentlich präsentiert. An der Finissage nahmen all jene teil, die sich an der Ausstellungspräsentation und dem reichhaltigen Rahmenprogramm beteiligt hatten.

Der große Erfolg des Projekts ist nicht zuletzt den 22 Jugendlichen zu verdanken, die Gleichaltrige durch die Ausstellung begleiteten. Die engagierten Jugendlichen waren in einem zweitägigen Seminar des Anne Frank Zentrums auf ihre Aufgabe als Begleiterinnen und Begleiter vorbereitet worden.

Pate des Ausstellungsprojekts war der in Paris lebende Stephane Hessel, Überlebender des Holocaust und Mitgestalter der UN-Menschenrechtscharta von 1948. Schirmherr war der Oberbürgermeister der Stadt Jena, Herr Albrecht Schröter.

Organisiert wurde das Projekt in Jena im Auftrag des Bildungswerk Blitz e.V. von Kokont www.kokont-jena.de (Koordinierungsstelle und Kontaktbüro im Jenaer Stadtprogramm gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Intoleranz) und wurde dabei von einem gut aufgestellten Trägerkreis unterstützt. Finanziell wurde das Projekt in Jena u.a. durch jenawohnen GmbH, der Sparkassenstiftung Jena-SHK, der Stadtwerke Jena-Pößneck GmbH sowie einigen weiteren Stiftungen und Organisationen unterstützt.

Eine Ausstellung im Rahmen des Programms »XENOS - Integration und Vielfalt«.