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Thursday, 2. August 2007

Anne Frank Zentrum startet neues Projekt zur Bekämpfung von Antisemitismus

Comic "Die Suche"

Comic »De Zoektocht«

Das Anne Frank Zentrum wird im Rahmen des Bundesprogramms des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend »VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie« in den kommenden drei Jahren ein Projekt zur Bekämpfung von Antisemitismus durchführen.
Das Projekt startete Anfang Juli und beinhaltet u.a.sowohl die Entwicklung und Erprobung von Methoden und Materialien und als auchdie Durchführung von modellhaften Seminaren, Trainings und Workshops.

Dazu nutzt das Anne Frank Zentrum das neue pädagogische Material (PDF-Download), das die OSZE in Zusammenarbeit mit dem Anne Frank Haus Amsterdam und Experten aus sieben europäischen Ländern in einem internationalen Projekt entwickelt hat. Die deutschsprachige Fassung wurde  vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin und dem Fritz Bauer Institut entwickelt. Nach Fertigstellung des Materials werden im Rahmen von sogenannten Train-the-Trainer-Workshops bundesweit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ausgebildet, die selbstständig vor Ort Einführungstrainings für Lehrkräfte geben. Parallel dazu wird in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung eine Lehrerhandreichung zu den Materialien entstehen.

Weiterhin werden in einem Pilotprojekt zehn Klassen verschiedener Schulformen der Jahrgangsstufen 7 bis 9 im Geschichtsunterricht den Comic »Die Suche« (auf niederländisch »De Zoektocht«) lesen und bearbeiten. Der Comic wird im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit herausgegeben. Er ist geeignet für Jugendliche ab 12 Jahren und vermittelt die Geschichte des Holocaust auf leicht verständliche Art und Weise. Bei dem Projekt wird die praktische Umsetzung des Materials von Schülerinnen und Schülern getestet und beurteilt. Durch Beobachtungen der Unterrichtsstunden, Fragebögen und Interviews werden die Ergebnisse gesichert, um sie später systematisch aufzubereiten.

Ziel dieses Projektes ist es, ein Materialpaket zusammenzustellen, das sich vor allem an die Zielgruppe jugendlicher Migrantinnen und Migranten richtet. Das Material wird konkrete pädagogische Materialien und Handreichungen zur europäischen Geschichte des Judentums und zu Ursachen und Folgen des Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart enthalten.

Leiter und Ansprechpartner für dieses Projekts innerhalb des Anne Frank Zentrums ist Patrick Siegele, Telefon 030/2888656-13, E-Mail siegele@annefrank.de.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Projekts »VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie«.