»Vom Mut zu helfen. Versteckt in Berlin und Amsterdam«
Ein Angebot des Anne Frank Zentrums in Kooperation mit dem Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt
Dauer: 2,5 Stunden oder 5 Stunden
Für: Jugendliche ab 14 Jahren mit Vorwissen über die nationalsozialistische Judenverfolgung
Die Ausstellungen
Im Hinterhof der Rosenthaler Straße 39 erzählen zwei Ausstellungen vom Leben verfolgter Juden zwischen 1941 und 1945: Das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt zeigt die erhaltenen Räume einer ehemaligen Bürstenwerkstatt, in der hauptsächlich blinde und gehörlose Juden beschäftigt waren. Die Werkstatt war oftmals der letzte Zufluchtsort für die Verfolgten. Neben Dokumenten und Fotos befindet sich dort ein Raum, in dem Otto Weidt eine vierköpfige Familie versteckt hielt.
Im gleichen Gebäude zeigt das Anne Frank Zentrum die Ausstellung »Anne Frank. hier & heute«. Erzählt wird die Geschichte von Anne Frank und ihrer Familie, die sich ab 1942 in Amsterdam vor der Gestapo verstecken mussten. Durch den Einsatz von vier Helferinnen und Helfern konnten sie zwei Jahre lang im Versteck überleben – bis sie an die Gestapo verraten wurden.
Programminhalt
Ziel ist es, beide Ausstellungen in Beziehung zueinander zu setzen. Das Programm »Vom Mut zu helfen. Versteckt in Berlin und Amsterdam« zielt auf einen Vergleich der Geschichten. Die Biografien der Angestellten der Blindenwerkstatt weisen Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zur Geschichte der Familie Frank auf. Ebenso verhält es sich mit den Persönlichkeiten und Motiven der Helferinnen und Helfer. In der Auseinandersetzung mit den Lebensgeschichten steht immer wieder die Frage nach den Handlungsmöglichkeiten im Zentrum.
Unter pädagogischer Anleitung erkunden die Jugendlichen parallel die Ausstellungen im Museum Blindenwerkstatt und Anne Frank Zentrum. Dabei kommen verschiedene Lernmaterialien zum Einsatz. Im Mittelpunkt beider Geschichten steht die Hilfe für die Verfolgten. Die Jugendlichen tauschen sich über Parallelen und Unterschiede der Lebensgeschichten und über die damaligen politischen Bedingungen in Berlin und Amsterdam aus. Moderiert durch die Ausstellungsbegleiterinnen und -begleiter beider Einrichtungen diskutieren sie wichtige Aspekte, z.B. Gründe zu helfen und nicht zu helfen, Strategien der Verfolgten und den gesellschaftlichen Umgang mit Verfolgten und Helferinnen und Helfern nach dem Ende des Krieges. Oft kommt es dabei zu intensiven Gruppengesprächen.
Der 5-stündige Projekttag ermöglicht eine intensivere Auseinandersetzung.
Es berät Sie gern:
Frau Veronika Nahm
Ausstellung und Pädagogik
Tel.: 030/2888656-10
nahm(at)annefrank.de
Leistungen und Preise
Leistung: ein oder zwei Begleitpersonen, pädagogische Vermittlung, Arbeitsmaterialien
Preis für 2,5-stündiges Programm: ermäßigter Eintritt p.P. (je 2,50 EUR) plus Betreuungspauschale in Höhe von 60,- EUR (bis 30 Pers.)
Preis für 5-stündigen Projekttag: ermäßigter Eintritt p.P. (je 2,50 EUR) plus Betreuungspauschale in Höhe von 100,- EUR (bis 30 Pers.)

Gefördert durch:
Die pädagogische Arbeit des Anne Frank Zentrums wird unterstützt vom Beauftragten des Senats für Integration und Migration im Rahmen des Landesprogramms gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.

