»Anne Frank. hier & heute«
Seit 4. November 2006 ist im Anne Frank Zentrum die neue ständige Ausstellung »Anne Frank. hier & heute« zu sehen. Es ist eine Ausstellung über Geschichte und Gegenwart. Sie erzählt die persönliche Lebensgeschichte Anne Franks und verbindet sie mit der Welt, in der sie gelebt hat.
Das Tagebuch Anne Franks ist heute Symbol und Dokument zugleich – Symbol für den Völkermord an den Juden durch die Nationalsozialisten und intimes Dokument der Lebens- und Gedankenwelt einer jungen Schriftstellerin. Große Bildcollagen und besondere Objekte beschreiben die Welt Anne Franks, ihrer Familie und Freunde im Kontext des Nationalsozialismus, der Judenverfolgung und des Zweiten Weltkriegs.
Anne Frank befasste sich in ihrem Tagebuch mit vielen Themen und schrieb ihre Gedanken dazu auf. In der Ausstellung kommen Berliner Jugendliche zu Wort, die sich heute mit Fragen beschäftigen, auf die auch Anne Frank damals Antworten suchte. Dies sind zum einen sehr persönliche Fragen über Identität, Werte und Zukunft, zum anderen allgemeine Fragen über Krieg, Diskriminierung und Zivilcourage. Die Ausstellung fordert die Besucherinnen und Besucher auf, sich ebenfalls mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Eine kleine Auswahl der in der Ausstellung gezeigten Filme können Sie sich hier ansehen.
Anne Franks Tagebuch wurde mittlerweile in mehr als 60 Sprachen übersetzt und Millionen Menschen in aller Welt haben es gelesen. Diese Ausstellung gibt erstmals Auskunft zu der Frage, warum gerade Anne Franks Tagebuch heute so berühmt ist.
Die Ausstellung bietet zahlreiche Bilder, Dokumente, Objekte und Filme. Themen-Module und Computerstationen machen die Ausstellung zum aktiven Lernort und den Besuch zu einem besonderen Erlebnis.
Für Schulklassen und Jugendgruppen bieten wir Begleitungen durch die Ausstellung und unterschiedliche Projekttage an.
Die neue Ausstellung »Anne Frank. hier & heute« ist eine gemeinsame Entwicklung des Anne Frank Hauses, Amsterdam, und des Anne Frank Zentrums, Berlin. Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes lag beim Fritz Bauer Institut, Frankfurt/Main. Die Ausstellungsgestaltung oblag UNIT-E, Karlsruhe. Das Projekt beruht auf früheren Ausstellungsentwicklungen in Kooperation mit der Jugendbegegnungsstätte Anne Frank, Frankfurt/Main.

Gefördert durch:
Die Entwicklung der neuen Anne Frank Ausstellung wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Aktionsprogramms »Jugend für Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus« gefördert.
Dieses Vorhaben wurde von der Europäischen Union und vom Land Berlin kofinanziert. Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung




