»Die Judenschublade - junge Juden in Deutschland«

Gängige Klischees und Vorurteile hinterfragen will auch der Dokumentarfilm »Die Judenschublade - junge Juden in Deutschland« von Margarethe Mehring-Fuchs und Stephan Laur (Lingua Video 2005). Im Film kommen deutsche jüdische Jugendliche zu Wort. Sie erzählen von jüdischer Kultur und Religion, Geschichte und Aus-grenzungserfahrungen oder ihr Verhältnis zu Israel und zeigen dabei die Vielfalt jüdischen Lebens im Deutschland von heute.
Das gleichnamige pädagogische Begleitmaterial, an dessen Entwicklung das Anne Frank Zentrum maßgeblich beteiligt war, soll zukünftig Lehrende bei der Arbeit mit dem Film unterstützen. Es ist methodisch breit angelegt, eignet sich für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit und ist fächerübergreifend und für unterschiedliche Lernniveaus einsetzbar. Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren.
Eigene und fremde Identitäten als Zugang
Das Material greift die Inhalte und Fragestellungen des Films auf und regt dazu an, sich mit jüdischem Leben, jüdischer Geschichte und Kultur - auch jenseits von Religionskunde und Holocaust - auseinanderzusetzen. Insbesondere der Aspekt eigener und fremder Identität ist eine Schnittstelle zur Lebenswelt der Jugendlichen, die mit dem Material arbeiten. Neben Hintergrundtexten zu verschiedenen Themenbereichen wie »Vielfalt im Judentum«, »Deutsch-Jüdische Geschichte« oder "Antisemitismus und Ausgrenzung" enthält das Material Aufgabenstellungen und Übungen auf unterschiedlichen Ebenen, wobei der Film Bestandteil der Übungen ist.
Arbeitsblätter mit direkten Fragen zum Film werden ergänzt durch tiefergehende und komplexere Aufgabenstellungen, bei denen beispielsweise von Textarbeit über Interviews, Assoziationsübungen und Zeitstrahl bis hin zur Analyse von Musikstücken ein breites Methodenspektrum angeboten wird.
Das Material (mit DVD) kann über den Onlineshop des Anne Frank Zentrums oder über den Verlag an der Ruhr bestellt werden.

